Flohsamen – vielseitig positive Wirkung für die Gesundheit


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Bei Flohsamen handelt es sich um die Früchte des Flohkrauts, eine alte Heilpflanze.

Flohsamen oder auch Flohsamenschalen haben sich vor allem in der Behandlung von Beschwerden oder Erkrankungen im Bereich des Magen-Darm-Trakts als naturheilkundliches Heilmittel bewährt. Die rötlich-braunen, länglich geformten Samen – die Ähnlichkeit zu Flöhen hat ihnen ihre charakteristische Bezeichnung gegeben – können aus verschiedenen Pflanzen wie dem in Mitteleuropa angesiedelten Flohwegerich oder der häufig verwendeten indischen Flohsamenpflanze (Plantago ovata) gewonnen werden.

Ob getrocknete ganze Flohsamen oder Flohsamenschalen – ihnen allen gemeinsam ist die Fähigkeit, durch Zugabe von Flüssigkeit gut aufquellen zu können. Dadurch sind Flohsamenprodukte ein ausgezeichneter Ballaststoff, der zur Regulierung einer gestörten Verdauung eingesetzt werden kann.

Die Inhaltsstoffe von Flohsamen

Flohsamen Inhaltstoffe

Flohsamen enthalten unter anderem 10-30% Schleimstoffe, was man nach der Wasseraufnahme durchaus sehen kann.

Flohsamen enthalten je nach Sorte zwischen  10 % und  30 % Schleimstoffe, sowie neutrale Schleime, die kolloidale Lösungen bilden, und saure Schleime mit der Fähigkeit zur Gelbildung, die reizmildernd auf die entzündlich veränderte Darmschleimhaut wirken und Gase, Bakterien und Giftstoffe absorbieren. Die Epidermis der Samenschale der europäischen Wegerich-Arten enthalten ca. 10-12 % Schleimstoffe mit einer Quellungszahl von mindestens 10. Die Samenschalen des Indischen Wegerichs hingegen enthalten ca. 20-30 % Schleimstoffe. Schleimstoffe bestehen aus verzweigten sauren Arabinoxylanen, die in wässrigen Systemen kolloidale Lösungen ergeben. Die Flohsamen selbst enthalten:

  • fettes Öl,
  • Hemizellulose,
  • Proteine und
  • Iridoidglykoside (u.a. Aucubin).

Im Vergleich zum Indischen Flohsamen enthält der Samen des Flohkrauts keine Stärke, jedoch 0,14 % Aucubin. Die Wirkung der europäischen Flohsamen entspricht in etwa dem der indischen Flohsamen (die Quellungszahl des europäischen Flohsamens liegt bei 14-19, beim indischen Flohsamen 11-14).

Wirkungen von Flohsamen

Flohsamen regulieren die Verdauung und Darmflora.

Die Flohsamenschalen enthalten Ballaststoffe und Schleimmengen, die mit Zusetzen von Wasser aufquellen. Dadurch kann die Verdauung unterstützt werden, weil durch die Wasserbindung ein erhöhter Füllungsdruck entsteht, durch die wiederum die Darmperistaltik angeregt wird.  Wichtig zu wissen ist allerdings, dass die Wirkung erst nach 12 bis 24 Stunden einsetzt, manchmal auch erst viel später, nach 7 bis 10 Tagen. Durch die Einnahme von Flohsamen verkürzt sich die Verweildauer des Darminhalts, vermutlich haben die Karzinogene ebenfalls eine verkürzte Kontaktzeit mit der Darmschleimhaut. So kann man Flohsamen sogar als Prophylaxe gegen Darmkrebs ansehen. Flohsamen wirken jedoch auch als Gleit- und Füllmittel. Bei Durchfall binden sie überschüssige Flüssigkeit und Bakterien(gifte), wodurch sich die Konsistenz des Stuhls steigert und die Darmpassage verlangsamt. Flohsamen wirken auch

  • entzündungshemmend,
  • reizlindernd,
  • fettsenkend (5-15% Gallensäuren und Cholesterin sind gebunden an die Schleimstoffe und werden mit dem Stuhl ausgeschieden, was sie automatisch aus dem Darm-Leber-Kreislauf entfernt) und
  • schwach blutzuckerspiegelsenkend.

Die schleimhautschützenden, bakterien- und giftbindenden Effekte der Flohsamen sanieren quasi die Darmflora: durch die Regulierung des Darmmilieus wird die physiologische Bakterienflora gefördert. Beim Indischen Flohsamen werden im Falle einer Harnsäureerhöhung im Blut eine Senkung des Harnstoffgehalts im Plasma sowie ein kreatininsenkender Effekt festgestellt.

Nebenwirkungen von Flohsamen

Menschen mit Diabetes sollten die Einnahme von Flohsamen mit ihrem Arzt absprechen.

Zu allergischen Reaktionen kommt es bei der Einnahme von Flohsamen nur selten, besonders bei pulverisierten oder flüssigen Darreichungsformen. Andere Ballaststoffe (wie z. B. Weizen- oder Haferkleie) werden durch die Darmbakterien zu kurzkettigen Fettsäuren und Monosacchariden abgebaut. Das hat den Nachteil einer Kalorienzufuhr von bis zu 450 kcal und eine Zunahme von Blähungen. Bei den Flohsamen ist das nicht der Fall. Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente kann die enterale Resorption beeinträchtigt sein.

Die Digoxin-Verfügbarkeit und die Riboflavinabsorption werden minimal verringert. Möglicherweise kann durch die Polysaccharide der Droge die Resorption von Lithium behindert sein. Bei gleichzeitiger Einnahme von Motilitätshemmern erhöht sich die Gefahr einer Obstruktion. Die Wirkung von Insulin und oralen Antidiabetika kann verstärkt werden. Kontraindikationen: Flohsamen sollten auf keinen Fall eingenommen werden bei:

  • Stenosen der Speiseröhre und des Magen-Darm-Traktes oder
  • bei schwer einstellbarer Diabetes mellitus.

Auch bei einer Therapie mit

  • Cumarinen oder Herzglykosiden

sollten keine Flohsamen angewendet werden. Im Zweifelsfall immer Rücksprache mit Ihrem Arzt halten!

Anwendungsgebiete von Flohsamen

Schaubild: Typische Anwendungsbereiche von Flohsamen und Flohsamenschalen.

Flohsamen auf sehr vielfältige und unterschiedliche Weise und können einen großen Beitrag zur Gesundheit leisten. Dabei ist es als Naturmittel fast nebenwirkungsfrei und unbedenklich einzunehmen. Allerdings kann es sein, dass die Aufnahme von Wirkstoffen über die Darmschleimhäute (enterale Resorption) verändert wird. Das ist gerade dann von Bedeutung, wenn andere Medikament eingenommen werden. Dann kann nämlich die Wirkung anders ausfallen, als gewohnt.

Insbesondere bei der Einnahme von Präparaten, die die Darmtätigkeit (Motilität) betreffen, kann es zu ernsten Folgen wie Darmverschluss (Obstruktion) kommen. Aus diesem Grund sollten Patienten, die regelmäßig Medikamente einnehmen, zuerst mit ihrem Arzt sprechen. Besonders praktisch sind auch die verschiedenen Einnahmeformen, von dem Samen an sich bis hin zu der fertigen Kapsel, wenn es schneller oder einfacher gehen soll.

Hauptsächlich werden Flohsamen bei Verdauungsproblemen eingenommen, wie zum Beipiel bei Verstopfungen, entzündlichen Darmerkrankungen und bei Reizdarmproblemen.

Bereits im Altertum wurden die europäischen Arten des Flohkrauts vom griechischen Arzt Dioskurides erwähnt. Dieser setzte die Flohsamen in Form von warmen Umschlägen bei Geschwüren, Ödemen, Gicht, Verrenkungen, Kopfleiden sowie Darm- und Nabelbrüchen ein. Die Pharmakopöe Württemberg 1741 führt es als Refrigerans, Demulzens, Laxans und Mittel gegen Trockenheit von Zunge und Kehle, Gallenleiden sowie Angina auf.

Der Indische Flohsamen fand schon in frühen Zeiten Verwendung bei Schleimhaut­erkrankungen und -entzündungen im Harn- und Geschlechtsapparat.

Aufgrund der sehr vielfältigen und sehr wirkungsvollen Anwendungsgebiete dieses pflanzlichen Produkts, gerade auch bei schweren Erkrankungen wie entzündlichen Darmerkrankungen, stellt der Flohsamen seit der ersten Entdeckung im Altertum ein unverzichtbares Mittel in der Medizin dar. Da es keinerlei Nebenwirkungen beinhaltet, kann man dieses „Wundermittel“ auch dauerhaft anwenden, ohne Bedenken haben zu müssen. Dennoch sollte man gerade bei schwerwiegenden Erkrankungen die Behandlung natürlich trotzdem mit einem Arzt absprechen, um die bestmögliche Behandlung seiner individuellen Krankheit erhalten zu können.

Im Folgenden wird näher auf die verschiedenartigen und sehr vielfältigen Anwendungs­gebiete dieses Naturproduktes eingegangen.

Flohsamen bei Darmträgheit

Gerade Frauen haben besonders häufig mit Darmträgheit zu tun. Der unregelmäßige und zu seltene Stuhlgang stellt die Ursache vieler Krankheiten dar, deshalb ist es umso wichtiger, den Darm regelmäßig zu entleeren. Dabei ist jedoch eine „Regelmäßigkeit“ von zweimal in der Woche Stuhlgang zu wenig. Ein gesunder Mensch mit einer gesunden Darmtätigkeit (Peristaltik) sollte bis zu dreimal täglich, jedoch auf jeden Fall zweimal täglich Stuhlgang haben. Einmal täglich ist absolutes Muss, da der Dickdarm mindestens einmal täglich von seinen angelagerten Giftstoffen befreit werden sollte. Wenn die Nahrungsreste zu lange im Dickdarm bleiben, wird dieser zu einer Fäkaliengrube und es bilden sich darin Gifte der Fäulnis, Gärung und Verwesung, die wiederum ins Blut weiter geleitet werden. Über das Blut werden letztlich alle Organe des Körpers vergiftet, das Lymphsystem wird überfordert. Dies kann zu vielen verschiedenen Symptomen führen wie

  • die Entstehung einer Krankheit oder
  • vorzeitige Alterung,
  • steife und schmerzende Gelenke,
  • Trägheit im Gehirn und im Herzen,
  • einen festen aufgeblähten Unterbauch
  • und noch viel mehr.

Rundum fühlt sich der Mensch matt und träge. Besonders schwerwiegend ist, dass der Dickdarm durch die Vergiftung zu einer Brutstätte für eine Vielzahl an Parasiten werden kann, diese konzentrierten Giftstoffe können bei längerfristiger Ansammlung durchaus ein Karzinom (Krebs) im Dickdarm fördern. Es ist sehr wichtig, dass sich der Darm „wohlfühlt“!

Flohsamen reguliert die Darmträgheit

Flohsamen bzw. Flohsamenschalen haben sich bei Maßnahmen der Darmregulierung als natürliches und effektives Mittel bewährt. Sie können sowohl zur Therapie als auch zur Vorbeugung angewendet werden. Da diese pflanzlichen Ballaststoffe in der Lage sind, Wasser zu binden, quellen sie auf und lassen den Stuhl im Darm im Volumen zunehmen. So kommt es zu einem steigenden Druck auf die Darmwand, der wiederum den Darm selbst zu einer verstärkten Bewegung anregt, wodurch der Stuhl besser transportiert wird. Das hat in der Regel auch zur Folge, dass man öfter auf Toilette muss.

Flohsamen bei Verstopfung (Obstipation)

Vorbeugend und auch zur Heilung von Verstopfung sind Flohsamen bestens geeignet.

Von einer Verstopfung (lat. Obstipation) wird gesprochen, wenn sich die Entleerung des Stuhlgangs verzögert und dieser zu trocken und zu hart ist. In normaler Häufigkeit entleert der erwachsene Mensch den Darm zwischen dreimal täglich bis dreimal wöchentlich. Ist der Stuhlgang weniger als dreimal die Woche, wird die Entleerung meist schwierig, da man aufgrund des meist sehr harten Stuhlgangs stark pressen muss um den Darm zu entleeren. Etwa 20% der Erwachsenen leiden an Verstopfung, Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer. Besonders verbreitet ist dieses Problem bei älteren Menschen, etwa 30% der über 60-jährigen leiden chronisch darunter. Generell nimmt die Häufigkeit der Verstopfung mit dem Alter zu.

Zu den Symptomen bzw. „Warnsignalen“ zählt, wenn die Darmentleerung seltener als 3 mal in der Woche stattfindet oder die Entleerung täglich oder alle zwei Tage nur in sehr kleine Stuhlmengen erfolgt. Der Stuhlgang ist hart, die Darmentleerung kann nur durch starkes Pressen erfolgen und ist mit Schmerzen verbunden. Häufig ist es einhergehend mit einem Druckgefühl oder Blähungen im Unterbauch. Bei Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, starken Schmerzen oder Blut im Stuhl sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, da hinter diesen Symptomen eine schwere Erkrankung stecken kann!

Behandlung der Verstopfung und Verstopfungsvorbeugung

Da Verstopfung nicht alleine durch die Ernährung bedingt ist, sondern auch aus einem bewegungsarmen, stressintensiven Alltag resultieren kann, lassen sich die Beschwerden langfristig beseitigen, wenn mehr Bewegung und stresslösende Aktivitäten in den Alltag eingebaut werden. Vermuten Patienten, dass die Verstopfung eine Nebenwirkung bestimmter Medikamente ist, sollten sie mit ihrem Arzt sprechen. Typischerweise handelt es sich in vielen Fällen um ein Präparat aus einer der folgenden Produktgruppen:

Der Verstopfung kann man bereits mit einigen einfachen Mitteln vorbeugen, sodass es gar nicht erst soweit kommen muss. So ist ausreichend Bewegung und ausreichend trinken (etwa 2-3 Liter am Tag) sehr wichtig. Unterdrücken des Stuhlgangs sollte vermieden werden. Die Ernährung sollte sehr ballaststoffreich sein und viel Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornbrot enthalten. Auch mit regelmäßigem Konsum von Leinsamen oder indischen Flohsamenschalen kann der Obstipation bereits wirkungsvoll vorgebeugt werden.

Natürlich kann man auch mit Abführmitteln behandeln, diese sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Jedoch ist die Einnahme dieser Medikamente – vor allem über einen längeren Zeitraum – oft mit unerwünschten Nebenwirkungen verbunden oder kann sogar zu einer Verschlimmerung der Verstopfung führen.

Die Indischen Flohsamenschalen wirken quasi als Abführmittel für Leute mit Verstopfung, da sie den Stuhlgang wieder regulieren. Der Vorteil bei den aufquellenden Flohsamen ist, dass diese nebenwirkungsfrei und dauerhaft angewendet werden können.

Flohsamen zählen zu den Ballaststoffen und sind ausschließlich pflanzlichen Ursprungs. Es handelt sich dabei um Faserstoffe, die die Flüssigkeit im Darm binden und unverdaut wieder ausgeschieden werden. Wichtig ist, bei der Einnahme der Flohsamen auch ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen, die Flüssigkeit benötigen sie um aufquellen zu können. Durch das Aufquellen vergrößert sich das Volumen im Darm, die Darmwand wird gedehnt und der Darm damit zu einer verstärkten Bewegung angeregt. Außerdem wird der Stuhl durch die Aufnahme der vermehrten Flüssigkeit weicher und kann so ebenfalls leichter ausgeschieden werden.

Vorsicht ist geboten, wenn Betroffene sich die Verstopfung überhaupt nicht erklären können. Denn dann kann die Verstopfung unter Umständen auf ernsthafte Erkrankungen zurück zu führen sein. Dazu gehören:

  • Darmkrebs
  • Leistenbruch
  • Nierenkoliken
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Multiple Sklerose
  • Bleivergiftung
  • Diabetes
  • Parkinson

Darmträgheit beobachten und Informationen aufzeichnen

Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine andauernde Darmträgheit diagnostizieren zu lassen, sollte sich auf den Arztbesuch vorbereiten. Denn wenn der Arzt die nötigen Informationen bekommt, kann er zügig eine Diagnose stellen. Der Arzt benötigt vom Patienten in erster Linie Informationen über bestimmte Sachverhalte, die in der folgenden Checkliste zusammengestellt sind.

Kriterien für die Darmträgheit Verhalten Ja/Nein
Essverhalten Ernährung umgestellt
Ballaststoffarme Ernährung
Zuckerreiche Ernährung
Ja/Nein
Ja/Nein
Ja/Nein
Trinkverhalten Zufuhr von weniger als 2 L pro Tag
Übermäßiger/regelmäßiger Alkoholkonsum
Ja/Nein
Ja/Nein
Stuhlgang Stuhlgang weniger als 3 Mal /Woche
Beschaffenheit trocken und hart
Blut im Stuhl
Schmerzen beim Stuhlgang
Ja/Nein
Ja/Nein
Ja/Nein
Ja/Nein
Medikamente Einnahme von rezeptpflichtigen Medikamenten
Einnahme von nicht rezeptpflichtigen Medikamenten
Ja/Nein
Ja/Nein
Aktivitäten Wenig Bewegung im Alltag
Sitzende Tätigkeit im Beruf
Hoher Stressfaktor
Ja/Nein
Ja/Nein
Ja/Nein
Erkrankungen Es liegen oder lagen Darmerkrankungen vor (z. B. Morbus Crohn, Hämorrhoiden, Abszesse/Fissuren, Colitis ulcerosa) Ja/Nein
Schilddrüsenunterfunktion Ja/Nein

Anhand der Antworten kann der Arzt einschätzen, ob eine ernsthafte Erkrankung vorliegt, oder ob die Verstopfung harmlos ist.

Flohsamen bei Hämorrhoiden

Mit Flohsamenschalen erreicht man weichen Stuhlgang und eine schnelle Darmentleerung ohne langes Pressen kann erreicht werden – ideal bei oder zur Vorbeugung von Hämorrhoiden.

Im ursprünglichen Sinne sind „Hämorrhoiden“ eigentlich die ringförmig unter der Enddarmschleimhaut angelegten arteriovenösen Gefäßpolster, die dem Feinverschluss des Afters dienen. Im Volksmund gebräuchlicher drückt dieses Wort jedoch ein Hämorrhoidalleiden aus: die Hämorrhoiden sind dabei vergrößert oder tiefer getreten, was beim Menschen starke Beschwerden wie anale Blutungen oder Nässen, Stuhlschmieren oder quälenden Juckreiz auslöst.

Meistens tritt diese Erkrankung eher in fortgeschrittenem Alter auf und wird aufgrund des Schamgefühls oft tabuisiert. Jedoch sollte man mit so einer Erkrankung keinesfalls leichtfertig umgehen und sich auf alle Fälle ärztlich untersuchen lassen, da wesentlich schwerwiegendere Erkrankungen eine sehr ähnliche Symptomatik aufweisen können.

Eine chronische Verstopfung (Obstipation) stellt eine der Hauptgründe für die Entstehung von Hämorrhoiden dar. Der Stuhl ist hart und unbeweglich, beim Stuhlgang muss stark gepresst werden. So werden die Blutgefäße im Enddarm überdehnt und das Hämorrhoidalgeflecht somit vergrößert. Überdehnt sich das Adergeflecht durch die chronische Obstipation immer wieder, können sich Aussackungen im Enddarm und After bilden, was zu den bekannten Hämorrhoiden führt.

Obwohl Hämorrhoiden meist operativ entfernt werden müssen, kann man mit Hilfe der Basistherapie das Voranschreiten des Leidens verhindern oder zumindest verlangsamen. Die Basistherapie besteht im Wesentlichen aus einer Ernährungsberatung: durch eine möglichst ballaststoffreiche Nahrung soll das Stuhlvolumen erhöht und durch eine Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern täglich aufgeweicht werden.

Ideal sind Flohsamen oder Flohsamenschalen. Diese sollten zwei Mal täglich mit viel Wasser eingenommen werden und möglichst über einen längeren Zeitraum. Flohsamen sind rein natürlich und haben keinerlei Nebenwirkungen. So soll möglichst weicher Stuhlgang und eine schnelle Darmentleerung ohne langes Pressen erreicht werden, da Obstipation die Bildung von Hämorrhoiden und das Voranschreiten des Hämorrhoidalleidens fördert. Besonders gut wäre natürlich, die beschriebenen Maßnahmen der Basistherapie auch bereits prophylaktisch anzuwenden, nicht erst wenn bereits Schmerzen durch Hämorrhoiden entstanden sind.

Flohsamen bei Durchfall (Diarrhöe)

Die schleimbildenden Ballaststoffe von Flohsamen helfen bei Durchfallerkrankungen.

Die schleimbildenden Ballaststoffe der Flohsamen helfen nicht nur bei Verstopfung, sondern auch bei Durchfall (Diarrhöe). Sie binden das überschüssige Wasser, sodass sich der Stuhl verfestigt.

Die Gelmasse, die ensteht, sobald Flohsamen mit Wasser in Berührung kommen, legt sich bei Durchfall schützend auf die gereizte Darmschleimhaut. Dabei wirken die Flohsamen ohne Blähungen auszulösen.

Flohsamen bzw. Flohsamenschalen helfen bei Durchfall also gleich zweifach.


Analfissur mit Flohsamen behandeln

Flohsamen bei Analfissur

Flohsamen machen den Stuhl weicher und beugen so Analfissuren vor.

Unter einer Analfissur versteht man einen in vielen Fällen recht schmerzhaften Einriss der Haut bzw. Schleimhaut am After. Häufig kommt dieses Einreißen bei hartem Stuhlgang vor (wie z. B. bei chronischer Verstopfung) oder besonders hartem Pressen um den Stuhlgang aus dem Körper zu leeren.

Analfissuren können jedoch auch aufgrund eines Elastizitätsverlusts der Analhaut entstehen, meist aufgrund einer Entzündung durch flüssigen Stuhl oder vermehrtem analem Schleimabgang. Diese sind meist die Folge von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.

Die Symptome einer Analfissur sind u. a. ein heller stechender Schmerz und anhaltendes Brennen während und nach dem Stuhlgang. Der Schließmuskel öffnet und schließt sich durch den Schmerz immer wieder, weshalb der Stuhl nur ungenügend und oft nur in einem dünnen Strang abgegeben werden kann. Oft treten dabei auch hellrote Blutungen auf. Die Angst vor dem nächsten Stuhlgang kann zu einer noch verstärkenden Verstopfung beitragen.

Ein weicher Stuhl kann durch die regelmäßige Anwendung von Flohsamen und Flohsamenschalen herbeigeführt werden. So kann das Risiko für die Entstehung einer Analfissur verringern bzw. das Abheilen beschleunigt werden.

Flohsamen bei Reizdarm

Flohsamen bei Reizdarm

Flohsamen reduzieren Blähungen und sind damit beim Reizdarm sehr schmerzlindernd.

Symptome des Reizdarmsyndroms sind Unwohlsein und Schmerzen im Bauchraum, sowie eine Veränderung der Stuhlgewohnheiten. Desweiteren kann der Darm auch gegenüber mechanischen Reizen sehr viel schmerzempfindlicher sein. Häufig tritt dies in Verbindung mit chronischen Beckenschmerzen, Fibromyalgie (chronische Schmerzen und geistige und körperliche Erschöpfung) und psychischen Erkrankungen auf.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf Laktose oder Stärke, die bei den Symptomen wie Blähungen, Schmerzen und veränderte Stuhlgewohnheiten häufig in Verdacht treten, können durch einfache Vergleichs der Laktoseintoleranz und Glutenunverträglichkeit bestätigt oder ausgeschlossen werden.

Das Reizdarmsyndrom kann zwar ähnliche Symptome aufweisen wie chronische, schwere Darmerkrankungen, ist jedoch ungefährlich, sofern diese Erkrankungen ausgeschlossen sind.

Eine ballaststoffreiche Ernährung, wie z. B. mit Flohsamen, wirkt sich gerade auf Menschen mit Reizdarm sehr günstig aus, da Flohsamen keine Blähungen auslösen und bei regelmäßiger Anwendung weichen und gut ausscheidbaren Stuhl erzeugen. Des Weiteren schützt die Schutzschicht aus Schleimstoffen die Darmwand und beruhigt sie.

Flohsamen bei Morbus Crohn

Flohsamen bei Morbus Chron

Schleimstoffe von Flohsamen legen sich schützend auf die entzündeten Darmwände bei Morbus Crohn

Bauchschmerzen und Durchfall (teilweise blutig) sind typische Symptome des Morbus Crohn und weisen auf Entzündungen hin. Die Schmerzen treten besonders häufig im rechten Unterbauch auf, oft nach dem Essen oder vor dem Stuhlgang. Es kann auch zu Fieber, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen oder Fisteln und Abszessen am After kommen, oder auch bei Kindern zu einer Wachstumsverzögerung. Die Art und das Empfinden der Symptome kann sehr unterschiedlich sein. Bei der Entzündung steigen meist die weißen Blutkörperchen an. Für gewöhnlich treten die Beschwerden in Schüben von mehreren Wochen auf, wenn Beschwerden nur wenige Tage andauern, sind sie wahrscheinlich nicht Schübe eines Morbus Crohn.

Auch andere Körperteile sind bei bis zu 50% der Morbus Crohn Patienten beteiligt: bei Gelenken kann es zu Rötungen und Schwellungen oder Entzündungen kommen, die Haut kann sich schmerzhaft oder entzündlich verändern oder das Auge sich entzünden.

Diese Symptome außerhalb des Verdauungstrakts können selten auch Monate bis Jahre vor der Darm-Symptomatik auftreten, verschwinden jedoch normalerweise, wenn die Grunderkrankung Morbus Crohn behandelt wird. Solche Symptome können jedoch auch als Nebenwirkung der Medikamente ausgelöst werden.

Bei Einnahme der Flohsamen legen sich die Schleimstoffe wie eine schützende Gelmasse auf die gereizte Darmschleimhaut, was gerade bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn sehr hilfreich ist, und den Betroffenen das Leben erleichtern, denn die löslichen Ballaststoffe binden entzündungsauslösende Substanzen im Darm. Flohsamen wirken ohne Blähungen auszulösen.

Flohsamen bei endzündliche Darmerkrankung

Colitisulcerosa

Bei dem entzündlichen Befall den Mastdarms empfiehlt sich eine ballaststoffreiche Ernährung.

Bei Colitisulcerosa handelt es sich um einen entzündlichen Befall des Mastdarms und des Dickdarms, wobei nur die Darmschleimhaut des Dickdarms entzündet ist. Ursachen können wiederkehrende Diarrhöen, Darmblutungen und Koliken sein. Der Krankheitsbeginn ist eher schleichend, der Verlauf nicht vorhersagbar.

Begleiterscheinungen im Alltag sind oft Stuhlinkontinenz und zwanghafte Stuhlgänge, sowie die körperliche Schwächung an sich. Auch die verabreichten Medikamente können schädliche Nebenwirkungen haben. Starke Blähungen können zu erhöhter Stuhlfrequenz führen, oft liegen die Blähungen an einer Zuckerunverträglichkeit (z. B. Lactose, Fructose, Sorbit).

Auch hier ist die Einnahme von Ballaststoffen wie z. B. Flohsamen für die Patienten sehr erleichternd, da die ohnehin gereizte Darmschleimhaut durch die aufquellenden Flohsamen geschützt wird und entzündungsauslösende Substanzen von dem gequollenem Flohsamen bzw. den gequollenen Flohsamenschalen gebunden werden.

Flohsamen bei Divertikulose

Divertikulose mit Flohsamen behandeln

Um einer Divertikulose vorzubeugen, sollte auf eine ballaststoffreiche Ernährung geachtet werden.

Bei der Divertikulose handelt es sich um eine Veränderung des Dickdarms, bei der sich kleine Ausstülpungen der Darmwand bilden. Diese Ausstülpungen (Divertikel) werden falsche Divertikel genannt, da hier im Gegensatz zu echten Divertikeln nur die Schleimhaut und nicht die ganze Darmwand ausgestülpt wird.

Die meisten Betroffenen dieser Erkrankung sind völlig symptomfrei, eher auftretend bei älteren Menschen. Solange keine Symptome (Entzündungen oder Blutungen) vorliegen, ist auch keine Behandlung nötig.

Eine Umstellung der Ernährung auf ballaststoffreiche Kost mit reichlich Flüssigkeit wird unbedingt empfohlen. Mit Hilfe dessen kann man der Erkrankung zwar nicht vorbeugen, aber durch die faserreichere/ballaststoffreichere Ernährung, die nicht bläht, wird der Stuhl weicher und kann den Darm leichter passieren. Empfehlenswert ist der Einsatz von Kleie (z. B. Weizenkleie) und vor allem Flohsamen, der schützende Schleimstoffe für die Darmwände liefert.

Wirkungsweisen nach Erfahrungswerten

Außerhalb der oben genannten Bereiche des Verdauungstraktes können Flohsamen auch in anderen Bereichen des menschlichen Körpers und bei anderen Erkrankungen sehr hilfreich sein. Jedoch gibt es dafür noch keine nachgewiesene Wirksamkeit.
Wirksamkeit laut Erfahrung bedeutet, man kann aufgrund von zahlreichen Hinweisen aus langen Anwendungstraditionen zwar eine gute Wirksamkeit annehmen, jedoch ist die Beweiskraft noch nicht vollständig erfüllt.

Cholesterin senken mit Flohsamen

Zu hohe Cholesterinwerte schädigen langfristig Gefäßwände.

Flohsamen bei erhöhtem Cholesterinspiegel

Unter Hypercholesterinanämie versteht man einen zu hohen Cholesterinspiegel im Blut. Gegenmaßnahmen oder sogar Maßnahmen zur Vermeidung dieser Erkrankung sind Gewichtsreduktion und sportliche Aktivität (vor allem viel Bewegung an der frischen Luft). Dabei ist besonders die Ernährung wichtig, diese sollte cholesterinarm, fettreduziert, kalorienangepasst und ballaststoffreich sein.

Flohsamen sind sehr ballaststoffreich und somit eher geeignet für eine angepasste und cholesterinbewusste Ernährung. Die aufquellenden Flohsamen bzw. Flohsamenschalen nehmen überschüssiges Fett und damit auch schädliches Cholesterin in sich auf und reduzieren damit die Möglichkeit, dass zuviel Fett aus der Nahrung ins Blut gelangt. Allerdings ist das Aufnahmepotential recht gering, eine cholesterienbewusste Ernährung sollte also in jedem Fall bei hohen Cholesterinwerten stattfinden.

Wenn sich der Cholesterinspiegel auch mit diesen Maßnahmen nicht reduziert, kann eine zusätzliche medikamentöse Behandlung notwendig werden, auf jeden Fall in Absprache mit dem Arzt.

Flohsamen bei Infekten der oberen Atemwege (Erkältung)

Flohsamen bei Infekten der oberen Atemwege

Die Wirksamkeit von Flohsamen bei Infekten der oberen Atemwege wird vielfach berichtet, konnte aber noch nicht wissenschaftlich untermauert werden.

Unter Infektion der oberen Atemwege versteht man das, was man landläufig als Erkältung bezeichnet wird. Sie gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten, sind jedoch in der Regel harmlos. Meist beginnen sie mit einem Kratzen im Hals, später kommen Husten, Schnupfen und Fieber hinzu. Man tut gut daran, wenn man sich nicht gleich vom Arzt Antibiotika verschreiben lässt (auch wenn dies verlockend ist, da sich die Symptome dabei sehr schnell verbessern), sondern die Erkrankung über pflanzliche Hausmittel auskuriert. Ein übertrieben häufiger Einsatz von Antibiotika ist gefährlich, weil sie Resistenzen bilden und im Ernstfall nicht mehr wirken.

Für die Behandlung der Krankheitssymptome einer Erkältung mit pflanzlichen Mitteln stehen zahlreiche Präparate zur Verfügung zur Inhalation, für (Dampf)-Bäder, zum Trinken/Gurgeln, zum Einnehmen, Lutschen oder Einreiben. Je nach Situation benötigt man reizmildernde, immunmodulierende, krampflösende, keimhemmende, antientzündliche oder abschwellende Wirkstoffe. Diese Mittel sollten so früh wie möglich bei Beginn des Infekts eingenommen werden um eine bestmögliche Wirkung zu erzielen. Auch wenn die Krankheitsdauer durch diese Präparate selten stark verkürzt wird, so lindern sie auf alle Fälle das Befinden während der Erkrankung.

Durch eine gesunde Lebensführung kann diesen Infekten wirksam vorgebeugt werden, beispielsweise mit „aktivierenden Reizen“ (wie Wärme und Kälte bei Sauna, Bewegung an der frischen Luft). Natürlich spielt auch eine ausgewogene ballaststoff-, vitamin- und mineralienhaltige Ernährung in der Prophylaxe für Erkältungserkrankungen eine entscheidende Rolle. So sollte man regelmäßig den Verzehr von Flohsamen als ballaststoffreiches Nahrungsergänzungsmittel mit in den Speiseplan mit aufnehmen.

Flohsamen bei Husten und Bronchitis

Angeblich auch bei Husten und Bronchitis hilfreich: Flohsamen.

Die Entzündung der Schleimhäute verursacht unangenehme Schwellungen und Schmerzen. Auch Beschwerden wie Hustenreiz, Kopf- und Gliederschmerzen sind häufig Symptome der Entzündung. Gerade Schnupfen ist lästig mit seiner ständig laufenden Nase und den Atembeschwerden.

Viele Pflanzen bilden zähflüssige Schleime, wenn sie abgekocht werden. Auch Flohsamen bilden diese Schleimstoffe, sobald sie mit Wasser in Berührung kommen. Bei der Einnahme umhüllen sie die gereizten Schleimhäute, schützen sie damit und lindern entsprechend die Entzündungsbeschwerden.

Saponine sind seifenähnliche Naturstoffe, die auf die Schleimhäute wirken, indem sie den dicken Schleim verflüssigen (ähnliche Wirkung wie ätherische Öle). So kann der Auswurf gefördert werden, die Schleimhäute werden aktiviert, sich selbst zu reinigen. Saponine haben außerdem auch antibakterielle Eigenschaften, reizen jedoch in höherer Dosierung den Magendarmtrakt.

Präparate mit ätherischen Ölen wirken schleimlösend, auswurffördernd und antibakteriell. Diese Präparate gibt es in vielen Formen zum Inhalieren, Trinken, Einreiben oder auch als Badezusatz.

Flohsamen bei Rheuma und Gichtbeschwerden

Rheuma oder Gicht mit Flohsamen behandelt liegt nicht auf der Hand, soll aber schon einigen geholfen haben.

Viele Krankheiten des rheumatischen Formenkreises haben gemeinsam, dass sie eine Störung des Immunsystems zur Folge haben. Der Körper greift dabei eigene Strukturen wie z. B. die Gelenkinnenhaut an. Auch gleichartige Gewebe in vielen verschiedenen Organen können aufgrund des fehlgeleiteten Immunsystems betroffen sein.

Die Ursache für die Fehlfunktion des Immunsystems konnte noch nicht festgestellt werden. Bisher sind nur familiäre oder geschlechtsspezifische Häufungen aufgetreten bzw. charakteristische genetische Marker nachgewiesen. Eine kleine Gruppe entzündlich rheumatischer Erkrankungen lässt einen Zusammenhang mit bereits abgelaufenen bakteriellen Infektionen des Darms oder des Harn-Geschlechtstrakt erkennen.

Deutlich ist jedoch nachgewiesen, dass der Zigarettenkonsum, auch nur wenige Zigaretten am Tag, das Erkrankungsrisiko an Rheuma deutlich verstärkt.

Ein aus dem Gleichgewicht geratenes Immunsystem findet oft seinen Ursprung bei Magen-Darm-Problemen. Dieses komplizierte System ist von größter Bedeutung, was unser Wohlbefinden angeht. Flohsamen regulieren die Darmtätigkeit und tragen so auf Umwegen zu einem intakten Immunsystem bei, welches wiederum enorm wichtig ist, um Krankheiten wie Gicht und Rhema vorzubeugen oder gar zu bekämpfen.

Als Folge der chronischen Entzündungen leiden die Patienten unter starken Schmerzen, Schwellungen oder Ergüssen der Gelenke, sowie in den Spätfolgen unter Gelenkzerstörungen, Fehlstellungen und Funktionsverlust.

Flohsamen bei Übergewicht

Die aufquellende Wirkung von Flohsamen lässt das Sättigungsgefühl schneller aufkommen und kann so die Kalorienaufnahme reduzieren.

Bei der Behandlung von Übergewicht geht es vor allem darum, die Ernährung auf eine gesündere Kost umzustellen. Dazu gehören auf alle Fälle ausreichend Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. Ballaststoffe wie z.B. Flohsamen quellen im Magen-Darm-Trakt auf, so erhöht sich die Essensmasse, ohne wirklich mehr gegessen zu haben. Das Sättigungsgefühl tritt schneller ein, so werden effektiv weniger Kalorien zu sich genommen.

Wendet man dieses Essverhalten dauerhaft an, kann es nicht nur gewichtsreduzierend wirken (da dauerhaft weniger Kalorien zu sich genommen werden), sondern es kann auch prophylaktisch wirken bezüglich vieler Leiden und Erkrankungen. Ausreichend Bewegung und Sport unterstützt diese Maßnahme noch zusätzlich.

Verzehr von Flohsamen

Beim erstmaligen Einsatz von Flohsamen sollte der Anwender darauf vorbereitet sein, dass die abführende Wirkung in einem Zeitfenster von etwa zwölf Stunden bis zu drei Tagen eintritt. Ungefähr fünf bis zehn Gramm beziehungsweise ein oder zwei Teelöffel beträgt die Einzeldosis, die Tageshöchstdosis etwa 30 Gramm. Die Samen lässt man vor dem Einnehmen in etwa 100 Milliliter Wasser (keine Milch!) quellen und trinkt anschließend noch ein bis zwei Gläser nach.

Da die Flohsamen im Körper weiter aufquellen, sollten sie nicht im Liegen eingenommen werden, um die Atemwege nicht zu beeinträchtigen. Meist wird die Mischung zweimal täglich – morgens und abends – geschluckt, eine befriedigende Wirkung ist oft aber erst bei einer konsequenten Anwendung über etwa eine Woche zu erwarten. Wichtig: Bei Engstellen im Verdauungssystem von Magen und Darm, insbesondere beim Darmverschluss, dürfen Flohsamen nicht angewandt werden.

Flohsamen gibts in unterschiedlichen Verkaufsformen

Flohsamen Darreichungsformen

1 Teelöffel Flohsamen mit 200ml Wasser wird täglich empfohlen

Flohsamen sowie auch deren Schalen gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen zu kaufen.

Flohsamenprodukte sind frei verkäuflich in Apotheken, Reformhäusern oder Drogerien erhältlich. Bei leichten Beschwerden und keinen weiteren Grunderkrankungen ist die Selbstanwendung in der Regel problemlos. Mit Ausnahme von Allergien sind allenfalls leichte Blähungen oder ein vorübergehendes Völlegefühl möglich. Bei bestehenden Krankheiten, bei eingenommenen Medikamenten oder immer dann, wenn Beschwerden stärker werden oder über einige Tage anhalten, sollte der Rat des Arztes hinzugezogen werden.

Ganze Flohsamen

Ganze Samen erhält man meist in wiederverschließbaren Tüten, die mit Abpackungen von etwa 100 bis 1000 Gramm von der Kurzzeitanwendung bis zur Dauerkur die richtige Menge anbieten. Eine rasche und genaue Dosierung ermöglichen Verpackungseinheiten, bei denen die Samen gleich in Beutel, zum Beispiel zu je 5 Gramm, aufgeteilt sind. Übliche Dosiermengen liegen bei Erwachsenen bei bis zu 40 g, bei Kindern zwischen 6 und 20 g pro Tag, je nach Alter. Die Einnahme muss nicht in Reinform stattfinden, sondern ein Untermischen unter Obstsalat, Müsli oder sonstige Speisen ist empfehlenswert.

Vita Natura Flohsamenschalen indisch 250 g | Premium Qualität | Reich an Ballaststoffen | Indische Flohsamen
  • Premium Qualität | Schalen des indischen Flohsamen (Plantago ovata)
  • Hoher Ballaststoffgehalt mit 85g pro 100g | Gute Quellkraft | Wertvolle Schleimstoffe
  • Reines Naturprodukt | Schonende Verarbeitung | Aus nachhaltigem Anbau
  • Frei von Zusatz- und Konservierungsstoffen | Frei von Gentechnik | Glutenfrei | Vegan | Geschmacksneutral | Als Beigabe in Getränken, Müsli oder Joghurt
  • 100% Zufriedenheitsgarantie | Falls Sie mit unserem Produkt nicht zufrieden sind, tauschen wir es innerhalb von 30 Tagen um oder nehmen es zurück und erstatten Ihnen den Kaufpreis

Flohsamenschalen

Die Flohsamenschalen sind noch effektiver in der Bindung von Wasser weshalb die positiven Effekte des Flohsamen noch mehr zur Geltung kommen. Die Flohsamenschalen sind aber entsprechend teurer, allerdings ist der Preisunterschied im Verhältnis zur weitaus höheren Effektivität der Flohsamenschalen gering sodass im Zweifel immer auf Flohsamenschalen zurückgegriffen werden sollte.

Angebot
Flohsamenschalen 99% Reinheit - 500g Zippbeutel - indische Flohsamen - 1er Pack (500g) - Premium Qualität
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  • ► Enthält keine Allergene und ist für Vegetarier und Veganer geeignet.
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Flohsamen Kaspeln

Die Kapseln zählen zu den sogenannten Fertigpräparaten, die bequem in der Anwendung sind, da man sie nicht erst anrühren und quellen lassen muss. Kapseln kann man bequem mit einem Glas Wasser trinken. Man sollte allerdings die Packungsbeilage lesen und sich an die dortigen Anweisungen halten. Diese Darreichungsform, die die Samen erst im Magen quellen lässt, eignet sich besonders gut für unterwegs oder für alle, die angerührte Flohsamen wegen ihrer schleimigen Konsistenz nicht trinken mögen.

Angebot
Flohsamenschalen Kapseln 120 Stück - Ballaststoffe fördern eine regelmäßige Verdauung und unterstützen die Funktion des Dickdarms.
  • Ballaststoffe fördern eine regelmäßige Verdauung und unterstützen die Funktion des Dickdarms.
  • Natürlich, vegan, vegetarisch und glutenfrei Flohsamenschalen Kapseln guenstig in der Supplementierung
  • Flohsamenschalen (physillum husk) unterstützen die Verdauung
  • Flohsamenschalen sind reine Ballaststoffe und für Vegan, low carb, clean eating, paleo,
  • Verpackt in einer wiederverschließbaren Verpackung für einwandfreie Frische

Flohsamen Pulver

Flohsamen in pulverisierter Form können bei manchen Menschen Allergien auslösen, die jedoch nur bei der Verwendung in pulverisierter Form auftreten. In solch einem Fall ist es empfehlenswert auf ganze Flohsamen umzusteigen oder Kapselpräparate umzusteigen. Diese Form kann beim Quellen ein größeres Volumen freisetzen.

manako Flohsamenschalen, fein gemahlen, prebiotisch, 300 g Dose (1 x 0,3 kg)
  • Dieses Produkt ist kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.

Hinweis: