Flohsamen – vielseitig positive Wirkung für die Gesundheit

Flohsamen

Flohsamen wirkt Wunder bei Darmerkrankungen

Flohsamen oder auch Flohsamenschalen haben sich vor allem in der Behandlung von Beschwerden oder Erkrankungen im Bereich des Magen-Darm-Trakts als naturheilkundliches Heilmittel bewährt. Die rötlich-braunen, länglich geformten Samen – die Ähnlichkeit zu Flöhen hat ihnen ihre charakteristische Bezeichnung gegeben – können aus verschiedenen Pflanzen wie dem in Mitteleuropa angesiedelten Flohwegerich oder der häufig verwendeten indischen Flohsamenpflanze (Plantago ovata) gewonnen werden.

Ob getrocknete ganze Flohsamen oder Flohsamenschalen – ihnen allen gemeinsam ist die Fähigkeit, durch Zugabe von Flüssigkeit gut aufquellen zu können. Dadurch sind Flohsamenprodukte ein ausgezeichneter Ballaststoff, der zur Regulierung einer gestörten Verdauung eingesetzt werden kann.

Die Inhaltsstoffe von Flohsamen

Vor allem zwei Bestandteile sind es, die die Wirkung der Flohsamen bestimmen. Zum einen die Ballaststoffe mit der bereits angesprochenen Quellfunktion, zum anderen die Schleimstoffe. Sie sind im Bereich der Schale zu finden, machen bis zu 30 Prozent aller Inhaltsstoffe aus und sorgen durch ihre geschmeidige Konsistenz für eine oft deutlich einfacher Passage durch die einzelnen Darmabschnitte. Die Geschmeidigkeit der mit Wasser oder auch einer anderen Flüssigkeit aufgequollenen Flohsamen wird zudem durch das in ihnen enthaltene Öl mit seinem hohen Fettgehalt verbessert.

Die enthaltenen Proteine leisten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Versorgung des Körpers mit Eiweiß. Auch ein geringer Anteil an Flavonoiden ist im Flohsamen zu finden – sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidativ wirken und deshalb in der Medizin zur Vorbeugung oder begleitenden Therapie unterschiedlicher Erkrankungen eingesetzt werden.

Wirkungen von Flohsamen

Flohsamen eignen sich zur alleinigen oder unterstützenden Therapie von Beschwerden im Darmbereich wie

und werden häufig auch im Rahmen des

eingesetzt. Dadurch, dass sie den Stuhl voluminöser machen, bewirken sie einen verstärkten Dehnungsreiz in der Darmwand, was zu einer effektiveren Darmperistaltik führt. Ein starkes Pressen beim Stuhlgang kann in vielen Fällen vermieden werden, sodass die Flohsamen als geschmeidige Masse auch bei

hilfreich sein können. Häufig werden Flohsamen wegen ihrer sanft abführenden und keine Gewöhnung auslösenden Funktion als Alternative zu chemischen Abführmitteln eingesetzt. Flohsamen können zur

beitragen. Ein zu hoher Cholesterinspiegel entwickelt sich nicht selten bei Übergewicht. In vielen Fällen sind der Cholesterinspiegel wieder, wenn das Gewicht schwindet. Um Übergewicht zu reduzieren, ist eine angepasste Ernährung sowie Bewegung die wirksamste Gegenmaßnahme. Eine cholesterinarme Ernährung, die reich an Ballaststoffen ist, hilft dabei. Floh Samen sind deshalb zu empfehlen. Durch ihr Aufquellen in Verbindung mit Flüssigkeit vermitteln sie rasch ein Gefühl, satt zu sein, und eignen sich deshalb auch bei Diäten als Variante zu den nicht immer unproblematischen Appetitzüglern. In Rücksprache mit dem behandelnden Arzt können Flohsamen auch im Rahmen der Ernährung bei chronischen Erkrankungen wie

zum Einsatz kommen.

Diabetes mellitus Typ 2 entwickelt sich aus ungesunder, übermäßiger und fettreiche Ernährung. Oftmals geht Übergewicht mit Diabetes mellitus einher bzw. Diabetes entwickelt sich bei übergewichtigen Menschen als Begleiterscheinung.

Zwar liegen auch genetische Gründe für die Entwicklung der Krankheit vor, doch Diabetes mellitus ist eine Zivilisationskrankheit, die sich aus

  • falscher Ernährung und
  • zu wenig körperliche Bewegung

entwickelt. Der Körper reagiert mit einer Insulinresistenz. Er kann mit dem produzierten Insulin nicht mehr adäquat umgehen, so dass der Spiegel im Blut permanent ansteigt. Irgendwann reduziert die Bauchspeicheldrüse, die ständig auf Hochtouren läuft, ihre Tätigkeit. Auf diese Weise manifestiert sich Diabetes mellitus.

Bluthochdruck, Übergewicht und ein gestörter Fettstoffwechsel sind meistens Partner von Diabetes mellitus. Eine wirksame Gegenmaßnahme, die jeder sofort selber ergreifen kann, ist die Gewichtsreduktion. Kombiniert mit einer ballaststoffreichen und gesunden Ernährung wird den Pfunden zu Leibe gerückt. Flohsamen und Flohsamenschalen sind ideal, um die Ballaststoffe zuzuführen, die beim Abnehmprozess helfen. Doch die Erhöhung der Ballaststoffe im Rahmen der täglichen Nahrungsaufnahme ist nicht genug, um Diabetes mellitus zu bekämpfen. Es ist eine ernstzunehmende Krankheit, die von einem Arzt diagnostiziert und therapiert werden muss.

Wegen der rein pflanzlichen Komponenten eignen sich die Flohsamen auch bei

Darmträgheit ist dann gegeben, wenn weniger als einmal täglich Stuhlgang erfolgt. Das Problem bei einer zu langen Verweildauer von Speiseresten im Darm ist, dass sich gesundheitsschädliche Fäulnisbakterien entwickeln. Diese gehen ins Blut und verteilen sich im ganzen Körper. Eine ausgeprägte Müdigkeit ist nur eines von vielen Symptomen, unter denen Menschen mit reduziertem Stuhlgang leiden. Langfristig betrachtet altern die Zellen rascher und der körperliche und gesundheitliche Verfall schreitet schneller voran.

Anwendungsgebiete von Flohsamen

Flohsamen auf sehr vielfältige und unterschiedliche Weise und können einen großen Beitrag zur Gesundheit leisten. Dabei ist es als Naturmittel fast nebenwirkungsfrei und unbedenklich einzunehmen. Allerdings kann es sein, dass die Aufnahme von Wirkstoffen über die Darmschleimhäute (enterale Resorption) verändert wird. Das ist gerade dann von Bedeutung, wenn andere Medikament eingenommen werden. Dann kann nämlich die Wirkung anders ausfallen, als gewohnt. Insbesondere bei der Einnahme von Präparaten, die die Darmtätigkeit (Motilität) betreffen, kann es zu ernsten Folgen wie Darmverschluss (Obstruktion) kommen. Aus diesem Grund sollten Patienten, die regelmäßig Medikamente einnehmen, zuerst mit ihrem Arzt sprechen. Besonders praktisch sind auch die verschiedenen Einnahmeformen, von dem Samen an sich bis hin zu der fertigen Kapsel, wenn es schneller oder einfacher gehen soll.

Schaubild: Typische Anwendungsbereiche von Flohsamen und Flohsamenschalen

Hauptsächlich werden Flohsamen bei Verdauungsproblemen eingenommen, wie zum Beipiel bei Verstopfungen, entzündlichen Darmerkrankungen und bei Reizdarmproblemen.

Verstopfung klingt zunächst nach keinem ernsthaften Gesundheitsproblem, doch es handelt sich um eine unangenehme Zivilisationskrankheit. Bei akuter Verstopfung lässt sich mittels Einlauf schnell Abhilfe schaffen. Ist die Verstopfung chronisch, ist das allerdings keine Lösung. Um nicht direkt zu chemischen Hilfsmitteln in Form von Abführtabletten zu greifen, sollten Betroffene zuerst Flohsamen ausprobieren. Sie regen die Darmtätigkeit an, verflüssigen den Stuhl und können so dafür sorgen, dass sich die Verstopfung löst. Anzeichen einer Verstopfung sind ein stetig anwachsendes Völlegefühl, Magenschmerzen und Druck im Unterbauch. Meist ist das harmlos und reguliert sich von selbst. Doch wenn das nicht der Fall ist, können Flohsamen helfen. Kommen zu den genannten Symptomen allerdings Fieber, Übelkeit und Erbrechen hinzu, ist die Selbstbehandlung mit Flohsamen nicht ratsam. Weil im schlimmsten Fall ein Darmverschluss droht, sollten Betroffene unverzüglich den Arzt aufsuchen.

Da Verstopfung nicht alleine durch die Ernährung bedingt ist, sondern auch aus einem bewegungsarmen, stressintensiven Alltag resultieren kann, lassen sich die Beschwerden langfristig beseitigen, wenn mehr Bewegung und stresslösende Aktivitäten in den Alltag eingebaut werden. Vermuten Patienten, dass die Verstopfung eine Nebenwirkung bestimmter Medikamente ist, sollten sie mit ihrem Arzt sprechen. Typischerweise handelt es sich in vielen Fällen um ein Präparat aus einer der folgenden Produktgruppen:

  • Anticholinergika
  • Antidepressiva
  • Codeine
  • Opiate
  • Eisenpräparate
  • Kalzium Antagonisten (kommen bei Herzproblemen zur Anwendung)
  • Parkinsonmedikamente
  • Bluthochdruckpräparate
  • Colestyramine (Cholesterinmittel)

Vorsicht ist geboten, wenn Betroffene sich die Verstopfung überhaupt nicht erklären können. Denn dann kann die Verstopfung unter Umständen auf ernsthafte Erkrankungen zurück zu führen sein. Dazu gehören:

  • Darmkrebs
  • Leistenbruch
  • Nierenkoliken
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Multiple Sklerose
  • Bleivergiftung
  • Diabetes
  • Parkinson

Darmträgheit beobachten und Informationen aufzeichnen

Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine andauernde Darmträgheit diagnostizieren zu lassen, sollte sich auf den Arztbesuch vorbereiten. Denn wenn der Arzt die nötigen Informationen bekommt, kann er zügig eine Diagnose stellen. Der Arzt benötigt vom Patienten in erster Linie Informationen über bestimmte Sachverhalte, die in der folgenden Checkliste zusammengestellt sind.

Kriterien für die DarmträgheitVerhaltenJANEIN
Essverhalten  Ernährung umgestellt
Ballaststoffarme Ernährung
Zuckerreiche Ernährung
Trinkverhalten Zufuhr von weniger als 2 L pro Tag
Übermäßiger/regelmäßiger Alkoholkonsum
Stuhlgang   Stuhlgang weniger als 3 Mal /Woche
Beschaffenheit trocken und hart
Blut im Stuhl
Schmerzen beim Stuhlgang
Medikamente Einnahme von rezeptpflichtigen Medikamenten
Einnahme von nicht rezeptpflichtigen Medikamenten
Aktivitäten  Wenig Bewegung im Alltag
Sitzende Tätigkeit im Beruf
Hoher Stressfaktor
Erkrankungen Es liegen oder lagen Darmerkrankungen vor (z. B. Morbus Crohn, Hämorrhoiden, Abszesse/Fissuren, Colitis ulcerosa)
Schilddrüsenunterfunktion

Anhand der Antworten kann der Arzt einschätzen, ob eine ernsthafte Erkrankung vorliegt, oder ob die Verstopfung harmlos ist.

Flohsamen helfen bei Hämorrhoiden, Analfissuren und Durchfall

Flohsamen sind auch bei Hämorrhoidenleiden hilfreich. Sie bekämpfen zwar die Hämorrhoiden nicht aktiv, aber sie lassen die Beschwerden zurückgehen. Flohsamen erhöhen nämlich den Ballaststoffgehalt im Stuhl. In Kombination mit ausreichender Flüssigkeitsaufnahme führt das dazu, dass der Stuhl relativ weich wird. In der Folge ist die Dammentleerung weniger schmerzhaft und die Entwicklung der Hämorrhoiden wird verlangsamt. Auch wer unter Analfissuren leidet, wird über die Wirkung von Flohsamen dankbar sein. Der weiche Stuhlgang reizt die feinen Risse im Analbereich weniger stark, so dass der Toilettengang nicht mehr so schmerzhaft ist. Flohsamen sind auch empfehlenswert, um Analfissuren erst gar nicht entstehen zu lassen. Dennoch gilt: Grundsätzlich sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen, um Hämorrhoiden und hartnäckige Analfissuren nachhaltig zu therapieren.

Während Hämorrhoiden und Fissuren oft eine Folge von hartem Stuhlgang sind bzw. häufig Hand in Hand gehen, hat Durchfall ganz unterschiedliche Ursachen. Nehmen Betroffene gegen Durchfall Flohsamen oder Flohsamenschalen ein, binden sie Flüssigkeit im Darm. Dadurch wird der Stuhl ein wenig verfestigt. Gleichzeitig bilden Flohsamen eine gelartige Substanz. Diese lagert sich auf der gereizten Darmschleimhaut an und schützt sie, ohne Nebenwirkungen zu entwickeln.

Flohsamen bei Reizdarm, Morbus Crohn und andere Darmkrankheiten

Wie bereits oben beschrieben, bilden Flohsamen in Verbindung mit Wasser eine schleimige, gelartige Konsistenz. Das hilft auch bei typischen Beschwerden, die ein Reizdarm verursacht oder gegen Begleiterscheinung von Morbus Crohn und entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa. Die ballaststoffreichen Flohsamen sorgen für einen weichen Stuhlgang, ohne Blähungen zu provozieren. Der Schleim legt sich schützend auf die gereizten Darmwände und hilft zusätzlich auf diese Weise.

Weitere Anwendungsbereiche von Flohsamen

Zunehmend sammelt man aber auch in anderen Anwendunsgbereichen gute Erfahrungswerte mit Flohsamen. Darunter fallen Anwendungen bei Atemwegsinfekten, Husten und Bronchitis, bei Rheuma- und Gichtleiden oder bei Diabetes.

Nun Atemwegsinfekte, Husten und Bronchitis entwickeln sich nun aus unterschiedlichen Gründen. In vielen Fällen begünstigt ein geschwächtes Immunsystem Infekte der oberen Atemwege. Um das Immunsystem zu stärken sind zum Beispiel Bewegung an der frischen Luft und Saunieren wirksame Gegenmaßnahmen. Eine ausgewogene Ernährung, die ballaststoffreiche und vitaminreich ist, ist ebenfalls ein hilfreicher Stützpfeiler für das Immunsystem. Mit dem regelmäßigen Verzehr von Flohsamen lässt sich sicherstellen, dass die Ballaststoffversorgung des Körpers optimal ausfällt.

Ein weiterer Vorteil der Flohsamen, der bei Husten und gereizten Schleimhäuten der Atemwege seine Wirkung entfaltet, ist die gelartige Konsistenz. Auch wenn mit Wasser angerührte floh Samen oder Flohsamenschalen nicht besonders gut schmecken, so können sie sich doch mit ihrer Gelartigen Konsistenz schützend und reizmildernd auf die Schleimhäute legen. In dem Gel befinden sich Saponine, die für die Verflüssigung des Schleimes sorgen. Auf diese Weise wird der Schleim auf natürlichem Weg abgeführt. Gleichzeitig wirken Saponine antibakteriell, was die weitere Ausbreitung von Bakterien eindämmt.

Flohsamen bei Rheuma

Rheumatische Beschwerden stehen nun unter anderem auch mit einem geschwächten Immunsystem in Verbindung. Es ist zwar nicht ursächlich für Rheuma verantwortlich, doch je stärker ein Immunsystem ist, desto weniger Chancen haben Krankheiten wie Rheuma oder Gicht, sich im Körper auszubreiten. Ein starkes Immunsystem nun geht immer mit einem intakten Verdauungssystem einher, denn die Verdauung sorgt dafür, dass der Körper alle notwendigen Stoffe erhält. Um das Immunsystem zu stärken, ist eine ballaststoffreiche Ernährung erforderlich – diesen Umstand wurde schon mehrfach erwähnt. Eine ballaststoffreiche Ernährung lässt sich durch die regelmäßige Aufnahme von Flohsamen erreichen. Indirekt können Verbraucher mit dem Verzehr Gicht und Rheuma sowie anderen Krankheiten vorbeugen.

An der Verwendung von Flohsamen für Kosmetika, z. B. gegen Pickel und Akne, Falten oder Neurodermitis oder für die Haare gegen Furunkeln (Entzündungen des Haarbalgs), gegen Haarausfall oder Schuppenflechte wird noch an der Verwendbarkeit und Wirksamkeit geforscht.

Bisher konnten noch keine Forschungsergebnisse erlangt werden, die aussagekräftig genug sind. Es ist aber gut möglich, dass Flohsamen auch hier aufgrund ihrer reizmildernden und entzündungshemmenden Wirkung großartige Dienste erweisen können. Definitiv lohnt es sich, in dieser Richtung weiter zu forschen.

Verzehr von Flohsamen

Beim erstmaligen Einsatz von Flohsamen sollte der Anwender darauf vorbereitet sein, dass die abführende Wirkung in einem Zeitfenster von etwa zwölf Stunden bis zu drei Tagen eintritt. Ungefähr fünf bis zehn Gramm beziehungsweise ein oder zwei Teelöffel beträgt die Einzeldosis, die Tageshöchstdosis etwa 30 Gramm. Die Samen lässt man vor dem Einnehmen in etwa 100 Milliliter Wasser (keine Milch!) quellen und trinkt anschließend noch ein bis zwei Gläser nach.

Da die Flohsamen im Körper weiter aufquellen, sollten sie nicht im Liegen eingenommen werden, um die Atemwege nicht zu beeinträchtigen. Meist wird die Mischung zweimal täglich – morgens und abends – geschluckt, eine befriedigende Wirkung ist oft aber erst bei einer konsequenten Anwendung über etwa eine Woche zu erwarten. Wichtig: Bei Engstellen im Verdauungssystem von Magen und Darm, insbesondere beim Darmverschluss, dürfen Flohsamen nicht angewandt werden.

Flohsamen gibts in unterschiedlichen Verkaufsformen

Flohsamen sowie auch deren Schalen gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen zu kaufen. Ganz Samen erhält man meist in wiederverschließbaren Tüten, die mit Abpackungen von etwa 100 bis 1000 Gramm von der Kurzzeitanwendung bis zur Dauerkur die richtige Menge anbieten. Eine rasche und genaue Dosierung ermöglichen Verpackungseinheiten, bei denen die Samen gleich in Beutel, zum Beispiel zu je 5 Gramm, aufgeteilt sind. Übliche Dosiermengen liegen bei Erwachsenen bei bis zu 40 g, bei Kindern zwischen 6 und 20 g pro Tag, je nach Alter. Die Einnahme muss nicht in Reinform stattfinden, sondern ein Untermischen unter Obstsalat, Müsli oder sonstige Speisen ist empfehlenswert. Neben ganzen Flohsamen ist auch die Darreichung in pulverisierter Form möglich. Diese Form kann beim Quellen ein größeres Volumen freisetzen. Auch Flohsamen in der Kapsel sind erhältlich. Diese Darreichungsform, die die Samen erst im Magen quellen lässt, eignet sich besonders gut für unterwegs oder für alle, die angerührte Flohsamen wegen ihrer schleimigen Konsistenz nicht trinken mögen.

Flohsamenprodukte sind frei verkäuflich in Apotheken, Reformhäusern oder Drogerien erhältlich. Bei leichten Beschwerden und keinen weiteren Grunderkrankungen ist die Selbstanwendung in der Regel problemlos. Mit Ausnahme von Allergien sind allenfalls leichte Blähungen oder ein vorübergehendes Völlegefühl möglich. Bei bestehenden Krankheiten, bei eingenommenen Medikamenten oder immer dann, wenn Beschwerden stärker werden oder über einige Tage anhalten, sollte der Rat des Arztes hinzugezogen werden.